Die Partikelgröße beeinflusst mehr als nur das Aussehen einer Mischung. Sie wirkt sich auch auf Dosierung, Rheologie, Oberflächenqualität und das Ausfüllen von Zwischenräumen zwischen größeren Formulierungsbestandteilen aus.
Wo beginnt die Auswahl der Fraktion?
Definieren Sie zunächst die Prozessgrenzen: den kleinsten Düsen- oder Spaltdurchgang, die angestrebte Schichtdicke, das Mischverfahren und die maximal zulässige Partikelgröße. Erst wenn diese Grenzen feststehen, sollten Dichte und Farbe der Sorten verglichen werden.
Eine Spezifikation von 0–300 µm bedeutet nicht, dass jedes Partikel 300 µm groß ist. Sie beschreibt einen Klassierungsbereich, während das Produktverhalten von der gesamten Partikelgrößenverteilung abhängt. Die endgültige Auswahl sollte deshalb in der Zielformulierung bestätigt werden.
Wann eignen sich 0–150, 0–300 oder 0–500 µm?
- 0–150 µm: dünne Beschichtungen, feine Spachtelmassen und Formulierungen, bei denen eine glatte Oberfläche und kleine Dosierspalte wichtig sind.
- 0–300 µm: ein vielseitiger Ausgangspunkt für Verbundwerkstoffe, Trockenmischungen und viele Bauprodukte, wenn Verarbeitung und Dichteverringerung ausgewogen sein müssen.
- 0–500 µm: dickere Schichten, Leichtmörtel, Beton und Feuerfestmaterialien, deren Prozess größere Partikel zulässt.
- Fraktionen 150–300 oder 300–500 µm: Anwendungen, die ein enger definiertes Partikelgrößenfenster und einen geringeren Feinanteil erfordern.
Vier gemeinsam zu bewertende Parameter
Die Partikelgröße allein reicht nicht aus. Schüttdichte, Reindichte, Feuchtigkeit und Sinker-Anteil sollten gemeinsam betrachtet werden, da sie Dosierung, Lagerstabilität und die tatsächlich erzielte Gewichtsreduzierung im Endprodukt beeinflussen.
- führen Sie Versuche mit derselben Zugabereihenfolge wie in der Produktion durch;
- vermeiden Sie übermäßige Scherkräfte, die hohle Partikel beschädigen können;
- vergleichen Sie Proben bei gleichem Volumenanteil und nicht nur bei gleichem Gewichtsanteil;
- messen Sie Viskosität, Oberflächenqualität, Dichte und mechanische Eigenschaften.
Die sicherste Methode: eine kurze Vergleichsserie
In der Praxis liefern zwei oder drei kleine Chargen mit benachbarten Fraktionen die klarste Antwort. So werden neben den Laboreigenschaften auch Misch-, Dosier- und Applikationsverhalten sichtbar. Das Spheron-Team unterstützt Sie bei der Auswahl geeigneter Ausgangssorten für solche Versuche.


